Heute ist der letzte Tag dieses Frühlingssemesters und ich packe bald meine Sachen um für ein halbes Jahr nach Singapur zu gehen. Einmal mehr ist die Zeit extrem schnell vorbeigegangen und hat auch vor meinem Blog nicht halt gemacht.
Im Rahmen des Kurses Teamarbeit Web 2.0 bei Prof. Andrea Back habe ich während einem Semester einen Blog geführt geschrieben oder vielmehr ausprobiert was es heisst, einen Blog zu schreiben.
Bloggen ist im Gegensatz zu den Social Media Applikationen, die ich normalerweise benütze einiges mühsamer anstrengender. Im Gegensatz zu Twitter muss man wesentlich mehr schreiben oder wird zumindest nicht per se daran gehindert. Auch Facebook, wo mehrheitlich Müll Oberflächliches besprochen wird kommt aufwandmässig nicht ans Bloggen ran. Ein Blogpost will überlegt, interaktiv, verlinkt, farbig etc. sein und bis man dies als Laie hinkriegt geht mehr Zeit drauf als der Leser wohl vermuten mag.
Entsprechend frustriert war ich anfangs, als niemand meine Posts kommentiert hat und ich das Gefühl hatte den Blog für die Katz nur für mich zu schreiben.
Und doch macht das Bloggen manchmal Spass. Allerdings sehe ich als Grundvoraussetzung ein gewisses Grundinteresse bzw. eine potenzielle Leserschaft. Denn ohne eine solche verkommt ein Blog rasch zum entwürdigenden Selbstgespräch. However, vielleicht schreibe ich ja einen Blog aus meinem Austauschsemester.
Mal von diesem Blog abgesehen habe ich im Verlauf des Kurses viele weitere spannende und weniger spannende Tools kennengelernt. Einige davon wurden hier ja bereits besprochen, andere haben es unverdienterweise nicht in meinen Blog geschafft. Besonders hervorheben möchte ich noch einmal das Tool Adobe Acrobat Connect Pro für Onlinekonferenzen, welches mir mit Abstand am nützlichsten erscheint. Insgesamt hat mich dieser Kurs auf spannende Tools gebracht, mich vor allem aber auch dazu motiviert diese vermehrt im Unialltag einzusetzen. Auch wenn dies hin und wieder etwas Überzeugungsarbeit kostet, lohnt sich der Einsatz solcher Tools ungemein.
Trotz des ganzen Lobgesangs möchte ich aber auch betonen, dass Webtools kritisch hinterfragt werden sollten, da nicht selten auch Komplexität in den Prozess geschleust wird. So werden wir z.B. heute eine Web Applikation zu Personal Kanban vorstellen, die zum einen unverschämt starkt überteuert ist und zum anderen völlig unnötige Features enthält, die vom eigentlichen Ziel - Aufgaben zu organisieren - ablenken.
Alles in allem habe ich den Kurs sehr positiv erlebt und sicherlich eine gewisse Sensibilität für Web 2.0 Themen entwickelt.
Soviel von mir als Blogger...
Macht's gut!
Chris
vor 16 Jahren
